Indikation

Stress macht krank!

Was passiert, wenn Belastungen langfristig andauern - es also zu chronischem Stress kommt? Chronischer Stress kann zahlreiche Gesundheitsstörungen hervorrufen. Von Kopf bis Fuß können Organfunktionen beeinträchtigt werden:

Migräne, Asthma, Tinnitus, Allergien, Burnout, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen des Immunsystems, des Bewegungsapparats und der Fortpflanzungsfunktionen, Magen-Darm-Erkrankungen, Hauterkrankungen oder Schmerz- und Schlafstörungen sind nur einige von vielen möglichen Erkrankungen, bei denen Stress ein wichtiger Einflussfaktor sein kann.

Nicht selten treten derartige Funktionsstörungen unmerklich ein, da tägliche Belastungen als "normal" angesehen werden und dabei keine ungewohnte psychische Belastung erlebt wird. Manche Menschen reagieren dagegen eher psychisch sensibel, ohne dass Körperfunktionen beeinträchtigt sind. Ob stressbezogene Erkrankungen auftreten, hängt letztendlich von dem individuellen Zusammenspiel sehr vieler und äußerst unterschiedlicher genetischer, biologischer und psychischer Faktoren ab, in deren Folge sich bestimmte Funktionsveränderungen unseres Gehirns ergeben können, welche dann psychische und körperliche Störungen hervorrufen können.

Lassen sich stressbezogene Funktionsveränderungen messen?

Ob sich solche spezifischen Funktionen bei einem Patienten in Folge von Stress verändert haben, lässt sich heute mit einem neuen Diagnosesystem erfassen. Ein Forschungsteam an der Universität Trier hat ein gänzlich innovatives Verfahren entwickelt, welches jeweils spezifische Muster an psychischen, biologischen und symptomatischen Veränderungen erfasst, die stressbezogene Störungen kennzeichnen. Mit dem Diagnosesystem "neuropattern" lassen sich individuelle Profile erstellen und konkrete Empfehlungen zur Prävention und Therapie ableiten.